Ukraine: USA beginnen mit Lieferung von 3350 ERAM-Marschflugkörpern

Ukraine: USA beginnen mit Lieferung von 3350 ERAM-Marschflugkörpern

29. August 2025 Allgemein 0
ERAM-Cruis-Missile

2 Min.

Die nächste große Waffenlieferung für die Ukraine ist beschlossen – kann das Wladimir Putin doch noch zu einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj überzeugen?

Mit der Umsetzung des neuen Rüstungspakts zwischen den USA und der Ukraine wird nun begonnen: Das US-Außenministerium hat offiziell den Verkauf von 3350 Marschflugkörpern vom Typ ERAM (Extended Range Attack Munition) genehmigt. Der Gesamtwert des Geschäfts beträgt 825 Millionen US-Dollar.

Das Rüstungspaket umfasst nicht nur die Raketen selbst, sondern auch GPS-gestützte Navigationssysteme, elektronische Gegenmaßnahmen, spezielles Wartungsequipment, Software zur Missionsplanung sowie umfassende technische Unterstützung. Als Hauptlieferanten treten die US-Unternehmen Zone 5 Technologies und CoAspire auf.

Finanziert wird die Lieferung teils durch die Partnerstaaten Dänemark, Niederlande und Norwegen im Rahmen des Programms Jump Start, teils durch den US-amerikanischen Auslandsfonds FMF.

ERAM-Marschflugkörper: bis zu 450 Kilometern Reichweite

Die ERAM-Raketen gehören zu einer neuen Generation modular aufgebauter, luftgestützter Marschflugkörper. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Reichweite von 240 bis zu 450 Kilometern aus – abhängig von der eingesetzten Konfiguration. Damit können sie weit hinter der Frontlinie liegende Ziele wie Munitionslager, Kommandoposten oder militärische Infrastruktur präzise angreifen.
Dank ihres niedrigen Radarquerschnitts gelten sie als schwerer aufzuklären und sind mit modernen Navigationssystemen ausgestattet, die sowohl satellitengestützt (GPS) als auch inertial arbeiten. Zudem verfügen die Geschosse über elektronische Störmodule, die gegnerische Luftabwehrsysteme unterlaufen sollen.

Politische Dimension

Nach Einschätzung des US-Außenministeriums stärkt die Lieferung die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine, ohne dabei „die militärische Balance in der Region grundlegend zu verändern“. Kritiker warnen jedoch, dass der Einsatz von Langstreckenwaffen eine Eskalation des Krieges befördern könnte.

Laut Berichten des Wall Street Journal unterliegt der Einsatz der neuen Waffen zudem strengen Einschränkungen: Für Angriffe auf bestimmte Ziele ist eine Genehmigung des Pentagons erforderlich. Die ersten Lieferungen sollen in sechs Wochen erfolgen, vorausgesetzt, auch der US-Kongress gibt grünes Licht.

Die Entscheidung zeigt einmal mehr, dass Washington und seine Partner ihre militärische Unterstützung für die Ukraine weiter intensivieren und dabei zunehmend auch auf Waffensysteme mit größerer Reichweite setzen.

Credit: Screenshot X

ℹ️ Dieser Beitrag stammt ursprünglich von blog.at

 

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