Christa Pike schwer verletzt, aber ansprechbar

2 Min.
Nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch ist die zum Tode verurteilte US-Amerikanerin Christa Pike nach Angaben ihrer Anwälte wieder bei Bewusstsein und kann sprechen. Ihre Erholung sei „medizinisch beispiellos“, heißt es in einer Stellungnahme. Die 50-Jährige werde weiter intensivmedizinisch behandelt. Ihre Prognose sei noch unklar, mindestens sei aber mit einer langen Genesungszeit zu rechnen.
Pike waren am vergangenen Mittwochabend nach Angaben der Behörden die im Hinrichtungsprotokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden. Dennoch lebte sie weiter. Zeugen berichteten, sie hätten sie noch längere Zeit schwer atmen hören können. Einer ihrer Anwälte sagte später sogar, er habe Pike nach der ersten Medikamentengabe noch sprechen und singen gehört. Schließlich wurde sie mit einem Krankenwagen in eine medizinische Einrichtung außerhalb des Gefängnisses gebracht.
Schwere Verletzungen an den Armen
Die Zum Tode Verurteilte habe bei dem Hinrichtungsversuch schwere Verletzungen an den Armen erlitten. Dennoch sei sie weiterhin mit Handschellen und Fußfesseln an das Krankenhausbett gefesselt, erklärten die Anwälte am Dienstag.
Die genaue Ursache für die gescheiterte Hinrichtung ist weiterhin unklar. Pikes Anwälte berichteten von erheblichen Problemen beim Legen der Venenzugänge. Einer ihrer Arme habe sich während der Hinrichtung violett verfärbt, später habe es Blasen und Verbrennungen an Einstichstellen gegeben. Pikes Anwälte forderten im Anschluss, ihre Todesstrafe in lebenslange Haft umzuwandeln, und kündigten weitere rechtliche Schritte an. In ihrer neuen Stellungnahme bekräftigten sie die Forderung an Tennessees Gouverneur, Pikes Todesstrafe in eine lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung umzuwandeln.
ℹ️ Dieser Beitrag stammt ursprünglich von krone.at

