Ein Land, ein Tatort: So brutal ist Österreich – Messer, Fesseln, Bisse

Ein Land, ein Tatort: So brutal ist Österreich – Messer, Fesseln, Bisse

10. Oktober 2026 Allgemein 0
Blaulicht

3 Min.

Eine 85-Jährige wird auf dem Heimweg vergewaltigt, ein 15-Jähriger im Park niedergestochen, ein Pensionist in Kärnten gefesselt und getreten, Polizisten werden gebissen: Auch diese Woche liest sich wie ein Protokoll der Gewalt – und wieder führt die Spur vor allem nach Wien.

Es gibt Wochen, in denen man meint, der Tiefpunkt sei erreicht. Und dann kommt die nächste. Wer die Polizeimeldungen von Samstag bis heute nebeneinanderlegt, sieht kein Sammelsurium von Einzelfällen. Er sieht ein Muster.

Den bedrückendsten Fall meldet „MeinBezirk“ aus Favoriten: Am Dienstag, dem 6. Oktober, wurde eine betagte Frau in den frühen Morgenstunden brutal vergewaltigt. Die 85-Jährige war gegen 1.35 Uhr auf dem Nachhauseweg vom Wiener Hauptbahnhof, als sie überfallen wurde. Passanten eilten ihr zu Hilfe, der Täter flüchtete. Gefasst wurde er dank Zivilcourage: Eine Passantin hatte das Fahndungsfoto in den Medien gesehen und erkannte den Mann in der Nähe des Bahnhofs wieder. Laut Polizei handelt es sich um einen 37-jährigen Rumänen, den Streifenpolizisten am Mittwoch gegen 22.30 Uhr festnahmen. Er war der Polizei bereits wegen Eigentumsdelikten bekannt, hat keine Meldeadresse in Österreich und war bei der Festnahme stark alkoholisiert. Er bestreitet die Tat und sitzt in einer Justizanstalt.

Messer im Park, Messer am Platz

Am Mittwoch ging es in Simmering weiter. Dort wurde ein 15-Jähriger im Hyblerpark am Bein schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen werden. Eine Sofortfahndung nach zwei Verdächtigen blieb zunächst erfolglos. Dann die Wende: Ein 17-jähriger Syrer rief selbst beim Polizeinotruf an, gestand die Tat und wurde in eine Justizanstalt gebracht. Das Motiv ist noch völlig unklar, nach dem zweiten Verdächtigen wird weiter ermittelt.

Bereits am Wochenende hatte es in Meidling gekracht. Am Schedifkaplatz wurde ein 21-Jähriger bei einem Raufhandel mit mutmaßlichen Messerstichen schwer verletzt; ein Polizist mit Sanitätsausbildung leistete Erste Hilfe. Vorläufig festgenommen wurden drei Syrer im Alter von 19, 19 und 34 Jahren, die zwei Begleiter des Opfers als Tatverdächtige benannt hatten. Laut „MeinBezirk“ war ursprünglich von zehn bis fünfzehn Beteiligten die Rede; die Fahndung nach ihnen und nach der Tatwaffe blieb bisher erfolglos.

Und auf der Wieden forschte die Polizei diese Woche einen Verdächtigen zu einem Messerangriff aus dem September aus. Ein 26-Jähriger war am 16. September mit einer schweren Stichverletzung in der Argentinierstraße gefunden worden. Der Tatort lag in den Mitarbeiterräumen im Keller eines nahen Hotels, beide Männer sollten dort einen Schnuppertag bei einer Reinigungsfirma absolvieren. Schon zu Beginn kam es aus nichtigem Anlass zum Streit. Der festgenommene 22-jährige Syrer räumt den Streit ein, bestreitet aber den Messerangriff.

Fast schon eine Randnotiz ist der Fall auf der Mariahilfer Straße. Wie berichtet, soll ein 32-jähriger Slowake in einem Geschäft das Personal bedroht und Bargeld erpresst haben. Er wurde kurz darauf in der Nähe festgenommen und zeigte sich teilweise geständig

Auch die Bundesländer bleiben nicht verschont

Wie in einem Horrorfilm klingt, was sich am Donnerstag in Bad Bleiberg in Kärnten abspielte. Mindestens zwei maskierte Täter drangen gegen 14 Uhr in das Wohnhaus eines 78-Jährigen ein, offenbar mit einem Messer bewaffnet. Sie zwangen den Pensionisten mit massiver Gewalt und Drohungen, mit ihnen das Haus nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Wegen seiner sichtbaren Verletzungen geht die Polizei davon aus, dass er mehrfach geschlagen und getreten wurde. Der 78-Jährige kam ins LKH Villach. Seine pflegebedürftige Lebensgefährtin und deren 67-jährige Pflegehelferin waren ebenfalls im Haus; die Helferin alarmierte die Nachbarn. Am Tatort wurde ein Messer sichergestellt. Die Fahndung mit Hubschrauber und zahlreichen Streifen verlief bisher erfolglos.

In Grieskirchen eskalierte am Montag ein Einsatz in einer Bankfiliale. Eine 44-jährige Nigerianerin randalierte dort lautstark und ging auf die Beamten los. Beim Anlegen der Handfesseln biss sie Polizisten in die Unterarme und in einen Unterschenkel. Die Beamten erlitten schwere Verletzungen und mussten im Spital behandelt werden.

In Linz zeigt sich, dass Gewalt nicht immer mit dem Messer kommt. Laut „MeinBezirk“ sitzt seit 7. Oktober ein 30-jähriger Ungar in Haft, der zwei Frauen im Alter von 31 und 41 Jahren in Ungarn angeworben, ihre finanzielle Notlage ausgenutzt und sie in Österreich zur Prostitution gezwungen haben soll. Festgenommen wurde er in einem illegalen Bordell in St. Pölten. Ebenfalls in Linz wurden ein 16- und ein 15-Jähriger festgenommen, die im Juli einen 17-Jährigen mit massiver Gewalt und Waffendrohung ausgeraubt haben sollen. Bei den Hausdurchsuchungen fanden die Ermittler einen Schlagring und Elektroschocker.

Eine vergewaltigte Seniorin, zwei niedergestochene junge Männer, ein gefesselter Pensionist, gebissene Polizisten. Das ist die Bilanz einer einzigen Woche. Man kann weiter von Einzelfällen sprechen. Man kann aber auch fragen, wie lange sich ein Land diese Ausrede noch leisten will.

ℹ️ Dieser Beitrag stammt ursprünglich von exxpress.at

 

Anmerkung: Hauptsache Österreich hat eine EU-hörige Regierung, die unfähig ist unser Land so sicher zu machen wie früher vor dem EU Beitritt.

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