Ex-LKA-Chef findet Leiche seiner verschwundenen Schwester

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Der ehemalige Hamburger LKA-Chef Sielaff kann das Rätsel um seine 1989 verschwundene Schwester nach 28 Jahren lösen. 2017 findet er ihre Leiche. Die Spur führt zum Göhrde-Mörder. Damals waren auch zwei Ehepaare umgebracht worden. Eine dreiteilige Doku von 2022 erzählt die ganze Geschichte.
Es geht um das Schicksal einer verschwundenen Frau. 28 Jahren lang gilt Birgit Meier als vermisst. Im Sommer 1989, als die Unternehmergattin verschwand, geschahen auch zwei Doppelmorde, die ganz Deutschland in Atem hielten – die sogenannten Göhrde-Morde. Der pensionierte Polizist und LKA-Chef Wolfgang Sielaff, Bruder der Vermissten, hat gemeinsam mit Mitstreitern auf eigene Faust nach ihr gesucht. Seine mühevolle Ermittlungsarbeit führte zu einem der brutalsten Serienmörder Deutschlands – zu sehen in einer dreiteiligen Doku von 2022.
Problem: Polizeiarbeit ist Ländersache
Wolfgang Sielaff war einmal einer der mächtigsten Polizisten Hamburgs. Als LKA-Chef hat er Kriminalgeschichte geschrieben und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Falle seiner Schwester war er jahrzehntelang allerdings der „ohnmächtigste“ Polizist. Denn seine Schwester, die wohlhabende Unternehmergattin Birgit Meier, verschwindet 1989 in Lüneburg im benachbarten Bundesland Niedersachsen. Wolfgang Sielaff hat hier nichts zu melden: Polizeiarbeit ist Ländersache. Er versucht zwar wiederholt, die niedersächsischen Kollegen zu effizienter Ermittlungsarbeit zu drängen. Aber er muss immer wieder sehen, dass der Fall eingestellt wird oder erhebliche Pannen geschehen. Nur wenige Polizisten, die mit dem Fall betraut sind, ermitteln beherzt. Birgit Meier bleibt verschwunden. Von der Polizei verdächtigt wird ihr Mann Harald Meier, von dem sie zum Zeitpunkt des Verschwindens getrennt lebte. Ein Mordmotiv?
Hochkarätig besetzte Ermittlergruppe zusammengestellt
Als LKA-Chef Wolfgang Sielaff 2002 pensioniert wird, beschließt er, den Fall um das Verschwinden seiner Schwester Birgit Meier selbst neu aufzurollen. Er stellt eine hochkarätig besetzte Ermittlergruppe zusammen: Mit ehemaligen Weggefährten und den Besten ihrer Zunft, vom Rechtsmediziner bis hin zum Staatsanwalt, gründet er eine private Soko. Akribisch zeichnen sie den Fall nach – und stoßen auf einen alten Verdächtigen, der neue Rätsel aufgibt.
Leiche unter alter Montagegrube in Wichmanns Garage
Der DNA-Treffer an einer Handschelle bringt den Durchbruch. Birgit Meier war in der Gewalt des Friedhofsgärtners Kurt-Werner Wichmann. Im Frühjahr 2016 lassen die Ermittler der Einsatzgruppe Iterum sieben Gräber öffnen – allerdings ohne die Leiche von Birgit Meier zu finden. Doch Wolfgang Sielaffs Kernteam gibt nicht auf und löst nach 28 Jahren ein Rätsel, an dem zuvor viele gescheitert sind. Denn: Sielaff findet die Leiche seiner Schwester unter einer Montagegrube in der ehemaligen Garage von Kurt-Werner Wichmann.
Ex-LKA-Chef findet Leiche seiner verschwundenen Schwester Kurt-Werner Wichmann

